Warum laufe ich Barfuss....! Meine Barfuss-Biographie
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Wie fing alles an...: als 5jähriger Junge (ich kann mich noch gut erinnern) in Stuttgart-Rot, ein heißer Sommertag im Jahre 1970, kam ein heftiger Gewitterregen. Nach dem Gewitter ging ich nach draußen, das erste Stück in Gummistiefeln. Ich planschte mit den Stiefeln in einer Wasserpfütze. Da kam mir plötzlich der Gedanke, diese komischen gelben Dinger auszuziehen! Hatte dann einen riesigen Spass dabei, das Pfützenwasser spritzte in alle Richtungen. Doch dabei beließ ich es nicht - die Schuhe blieben aus, ich lief einfach barfuss weiter. Ich kam bei meinem Spaziergang als Stepke an einer Gärtnerei vorbei. Dort wollte ich an einer Berieselungsanlage an einem Feld spielen. Doch ich bin im nassen Acker "versumpft" und entsprechend war ich dreckig. So baute ich dort mit viel Gras und Ästen meinen ersten - wenn auch kleinen - Barfuss-Parcour zur Wasserstelle. Dort konnte ich dann endlich meine Füsse wenigstens putzen, von den Klamotten reden wir lieber nicht...Nach dieser Erfahrung gab es kein Halten mehr. Bis heute zieht sich dieses Erlebnis durch mein Leben, fest eingeprägt im Erinnerungsvermögen.
Leider war meine Kindheit nicht ohne Schuhe, was ich mir immer wieder gewünscht hatte. Aber meine Eltern hatten damals einfach ein Problem damit. Heiße Sommertage durfte ich mit Kniesocken und geschnürten Schuhen erdulden - bis heute ist dieser "Schockzustand" geblieben. Ein kalter Schauer geht mir den Rücken runter, denke ich an meine damaligen Schweissfüsse...

© Foto: Jan Länge, Fotopalast
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Hin und wieder - heimlich oder mit Freunden - lief ich barfuss auf Kinder- und Abenteuerspielplätzen durch die Lande. Aber meine Mutter merkte schon, was Sache war: "Lass immer Deine Schuhe an, ziehe sie nicht ständig aus!" war die ständige Mahnung... erst als ich mit der Zeit erwachsen wurde (und auch reifer *grins) merkte ich, dass es was gutes für mich ist, barfuss durch die Lande zu stapfen. Es ist ein schönes Gefühl, mit nackten Füssen durch Stadt und Land zu gehen - die pure Freiheit. Man tankt neue Energie - und wer kennt schon den Stress im Alltag?! Wer regelmäßig barfuss läuft, lebt gesünder. Krankheiten kann vorgebeugt werden - wie bei mir früher. Meine "Jugendkrankheiten" wie Migräne, Krämpfe und überhaupt kein Selbstbewußtsein bzw. Schüchternheit konnte ich durch jahrelanges Laufen komplett abbauen. Meine Migräne bin ich inzwischen seit über 15 Jahren los - also muss doch etwas an diesem gesunden Barfusslaufen dran sein!Wie schon der Barfuss-Verfechter Kneipp: er hatte Recht, dass barfuss-laufen in kaltem und warmen bzw. natürlichem Wasser sowie in der Natur gesund ist für den Kreiskauf.
Nun laufe ich schon seit über 20 Jahren regelmäßig barfuss und seit mehr als 10 Jahren zwischen 8 und 9 Monaten - je nach Wetter und Temperatur - barfuss. Bei Minus-Temperaturen allerdings bin ich immer noch (draußen) "geschnürt". Doch dann gehe ich ins Hallenbad bzw. bleibe daheim, wo "barfuss" angesagt ist. Einen Tag "ohne barfuss" gibt es bei mir also nicht!
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Meine Freunde? Die haben sich schon lange dran gewöhnt, finden es lustig. Und was denke ich über Schuhe? Man fühlt sich eingeengt wie in einem Gefängnis, erlebt keine Freiheit. Die heutige Schuhindustrie produziert meist mehr schlecht als recht und man macht sich die Füsse damit kaputt. Der Barfuss-Trend wird in Deutschland jedes Jahr mehr. Das hängt auch davon ab, dass die Wellness-Welle immer weiter sich in der Gesellschaft durchsetzt. Auch entstehen jedes Jahr neue Barfuss-Pfade. Die meisten davon sind in Baden-Württemberg beheimatet.Ich kann nur empfehlen: jeder sollte es mal versuchen, vor allem Kinder! Liebe Eltern: gebt den Kindern die Chance, die Füsse "zu spüren", sie werden es später einmal danken. In diesem Sinne viel Spass mit dieser Webseite und beim barfuss-laufen!
Euer Andreas Rosar
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